Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4
(bearbeitet von H. Hedayati)
 
Stadtplan



Universitätsstraße

(Neue Geburtshilfe-Station)

"Die Liegende"
Michael Wrede
1955
Dieses Werk war ursprünglich für eine
Brunnenanlage konzipiert und erhielt im Volksmund schnell den weniger schmeichelhaften Spitznamen "Das gefallene Mädchen."
Die Arbeit aus Muschelkalk stand zunächst vor der Frauenklinik. Doch bald benötigte man den Standort als Parkplatz und siedelte "Die Liegende" - ohne dazugehörige Brunnenanlage - zunächst in den Garten neben dem Institut für Pathologie um. 1971 wurde auch dort ein Parkplatz gebaut und die Skulptur wanderte diesmal aufs Gelände des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin in der Schillerstraße. Nun steht sie wieder an ihrem angestammten Platz.



Universitätsstraße 4

(Altbau der Universitätsbibliothek)

Gebäudes mit vielen Elementen des Jugendstils
Friedrich Schmidt
1913
Dabei handelt es sich um den Altbau der Universitätsbibliothek. Am Eckerker über den Fenstern des Direktorenzimmers "tragen" vier steinerne Köpfe ein Kupferdächlein.
Diese Köpfe symbolisieren die damaligen vier Fakultäten der Universität: die Theologie (Bart), die (wortgewaltige) Jurisprudenz (offener Mund), die Medizin (Brille) und die skeptisch die Stirn runzelnde Philosophie.
Die Arbeit von Friedrich Schmidt stammt aus dem Jahr 1913 und ist - aufgrund des Efeu-Bewuchs - eigentlich nur im Winter gut zu erkennen.





Universitätsstraße 27

Turm
Von Mitarbeitern der Strahlenklinik

Eine Arbeit auf dem Gelände der Universitätskliniken . Dabei handelt es sich um eine Skulptur, die auf Anregung und nach Plänen von Mitarbeitern der Strahlenklinik zwischen Alt- und Neubau dieser Klinik an der Universitätsstraße 27 errichtet wurde.
Zu erkennen sind neben den zu einem Turm aufgestapelten Platten (wie sie etwa beim Bau von Strahlenschutzräumen zum Einsatz kommen) auch Kugeln, wie sie zur Darstellung von Molekülen verwendet werden sowie ein strilisierter Blitz. "Die Skulptur fasst verschiedene Aspekte der Strahlenklinik, Strahlenbiologie und Strahlenphysik zusammen", heißt es in der Erläuterung zum selbst gebastelten Werk.



(Sieglitzhof)

Steinstele
Ernst Steinacker

Auf dem Gelände der St.-Theresia-Kirche in Sieglitzhof steht diese Steinstele. In den Mittelpunkt rückte Steinacker dabei drei Symbole des christlichen Glaubens. Das (Gottes-)Auge, den Fisch und die Taube. Steinacker, Jahrgang 1919, studierte in München und nach dem Zweiten Weltkrieg an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Ab 1953 entstanden eigene Werke in Bronze, Stein und Holz. In den Jahren 1983 bis 1988 baute er seinen Wohnort Schloss Spielberg im mittelfränkischen Gnotzheim zum kulturellen Haus um. Steinacker, der sich immer wieder mit religiösen Themen auseinander setzte, wurde unter anderen mit dem Preis der Bayerischen Akademie der schönen Künste und dem Wolfram-von-Eschenbach-Preis ausgezeichnet. Ernst Steinacker ist im März 2008 verstorben.



(Hals-Nasen-Ohrenklink)

Kranich und Wolf
Seven Bjerregaard
1969
In Garten der Hals-Nasen-Ohr-Klinik befindet sich diese Skulptur. Leider ist diese Kunstwerk schwer zugänglich und kommt kaum zur Geltung, da es zwischen dem Klinikgebäude und einer Mauer aufgestellt ist.



(Hals-Nasen-Ohrenklink)

Quellsteinbrunnen
Robert Bauer-Haderlein
1969
Im Gegensatz zu anderen, wenig gepflegten oder gar stillgelegten Objekten dieser Art, wurde der Quellstein im öffentlich zugänglichen Innenhof zwischen dem Altbau und dem Bettenhaus der Hals-Nasen-Ohrenklink in der Waldstraße gerade erst wieder auf Vordermann gebracht.
Die Anlage wurde 1969 vom Bamberger Künstler Robert Bauer-Haderlein (1914-1996) geschaffen, sie hat einen Durchmesser von rund anderthalb Metern und ist aus Travertin-Gestein. Bauer-Haderlein ließ sich bei seinen Arbeiten auch immer wieder von der Formsprache und den Details des Bamberger Doms inspirieren: "Der Dom ist für mich einer der bedeutendsten Sakralbauten im deutschsprachigen Raum. Seine Skulpturen waren und sind für mich als Bildhauer wegweisend..."



Werner-von-Siemens-Straße

Roter Platz
Blasius Gerg
1983
Der zwischen Bingelhaus, Glaspalast und Treppenhaus freigebliebene Platz an der Werner-von-Siemens-Straße wurde 1983 mit roten Klinkern und im Zentrum durch ein großflächiges kreisrundes "Mosaik" geschmückt. Es soll "die Planarprojektion der Erdkugel in Form einer Siliciumscheibe, mit den Strukturen der Halbleitertechnologie, die die techechnische Welt fortschreitend beherrscht", darstellen. Dabei wählte der Münchner Bildhauer Blasius Gerg die Materialien so aus, "dass sie bei jedem Schritt einen unterschiedlichen Klang geben".
An zwei Seiten des im Siemensjargon sog. Roten Platzes greifen kleine Bäume mit kugelförmigen Kronen die geometrisch- technische Formensprache auf, bringen eine neue Farbe in das Gesamtbild ein und bilden gleichzeitig eine Schranke zur vorbeiführenden Straße.



Werner-von-Siemens-Straße

Die Fassaden der Gebäude in der Werner-von-Siemens-Straße sind mit schönen Bildermotiven bemalt.ppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppppp



Werner-von-Siemens-Straße

Zwei "Gestalten"
Franziska Uhl
2007
Begonnen hatte es damit, dass Reinhard Daeschler der aus Erlangen stammenden Künstlerin Franziska Uhl zu Standfestigkeit verhalf- mit dem Fundament für ihr Kunstwerk "Froher Gruß" vor der Herz-Jesu-Kirche.
Ein zweites Projekt befindet sich seit kurzem in der Werner-von-Siemens-Straße. Die aufgestellten Baumskulpturen einzeln oder in Gruppen stellen verschiedene Ausdrücke von Begegnungen dar. Während sich am Eingang zwei "Gestalten" zuwinken, gibt es entlang der Fassade "flüchtige Begegnungen": An der Ampel an der Henkestraße stehen "Wartende". Am Behinderteneingang findet sich ein Paar "im Gespräch", und des weiteren folgt eine Baumskulptur als Bank.



Werner-von-Siemens-Straße

(Vor der Flessa-Bank)

Die Überreste eines Brunnens
Herbert Martius
Aus den 60er Jahren findet sich eine Arbeit von Herbert Martius, die - umrahmt von Kopf-Plastiken von Matthias Schlitt - vor der Flessa-Bank an der Werner-von-Siemens-Straße steht.
Der Brunnen wurde in den 60er Jahren von der Flessa-Bank vom Vorbesitzer der Immobilie übernommen. Von Anfang an gab es technische Probleme mit dem Brunnen, bei dem Wasser über ein Stabrohr in ein mosaikverziertes Becken sprudelte. Zeitweise war der Brunnen regelrecht "elektrifiziert". Vandalismus sorgte dafür, dass der stillgelegte Brunnen immer mehr verwilderte.



Werner-von-Siemens-Straße

(Vor der Flessa-Bank)

"Der Kopf"
Matthias Schlitt

24 Junge Künstler hatten sich für die Teilnahme am Workshop "Kunst in Beton" der Firma Riedel Bau aus Schweinfurt beworben, neun von Ihnen erhielten die Chance, ihre Entwürfe in die Tat umsetzen. "Mit Beton arbeiten heißt in Beton denken" war die gestellte Aufgabe. Die ersten Preis erhielt Matthias Schlitt für seine Skulptur "Der Kopf".



Werner von Siemens- /Nürnbergerstraße

Die "Kletternden"
Marie-Therese-Gymnasium
2005
"Acht Meter sind sie hoch, die sechs Stelen an denen die vom Kunst-Leistungskurs des Erlanger Marie-Therese-Gymnasium zusammengeschweißten Metallfiguren klettern.
In einem projektorientirten Arbeitsprozess setzen sich die Schüler mit den oft komplexen und immer wieder hürdenreichen Tücken einer künstlerischen Realisierung im öffentlichen Raum auseinander.
" Die Lehrkräfte, Schülerinnen, Schüler und der Stahlbildhauer, Johanes L. M. Koch einigten sich auf das motivische Thema "Die Kletternden". Figuren in verschiedenen Person sollten an Stahlstangen hoch klettern und damit den unterschiedlichen Weg durch das Leben symbolisieren.
Die Figuren dürfen aufgrund einer temporären Baugenehmigung für zwei Jahren stehen bleiben -mit guter Aussicht auf Verlängerung.




Nach Fertigstellung meines letzten Beitrages  „Brunnen in Erlangen“ im Jahre 2005 habe ich mit der Zusammenstellung von Bildern und Texten für diesen Beitrag begonnen. Im April 2006 starteten die  Erlanger Nachrichten eine Serie „BlickFang“ mit der Veröffentlichung „Kunst im öffentlichen Raum“. Diese Veröffentlichungen waren für mich ein weiterer Ansporn und haben meine bereits begonnene Arbeit (Vorhaben) erleichtert. Von der Redaktion der Erlanger Nachrichten erhielt ich am 24.04.2007 die Genehmigung für eine Internet-Veröffentlichung der Beiträge. Hierfür möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen.
Als weitere Quellen, die ich für die Zusammenstellung dieses Beitrages benutz habe, ist das Erlanger Stadtlexikon zu erwähnen.
Da Informationen über die Kunstobjekte in der Form von Internetveröffentlichungen der Universität (Staatliches Bauamt Erlangen-Nürnberg), vom Tennenloher Kunstverein, vom Skulpturengarten Erlangen etc. existieren, habe ich in meinem Beitrag die dort bereits abgehandelten Kunstwerke nicht ausführlich beschrieben, sondern durch einen Link auf die entsprechenden Objekte hingewiesen.
Es hat mehrere Monate gedauert, bis ich mit dem Fahrrad die beschriebenen Kunstobjekte ausfindig und die entsprechenden Fotos machen konnte. Alle Abbildungen wurden von mir gefertigt und für das Internet bearbeitet.
Dieser Beitrag ist aus einem rein persönlichen Interesse zusammengestellt. Es sind keine kommerziellen oder sonstigen Interessen damit verbunden. Der Beitrag wurde im Rahmen meiner persönlichen Möglichkeiten zusammengestellt und hat keinen Anspruch auf Fehlerfreiheit oder Vollständigkeit. Es sind an vielen Orten der Stadt, insbesondere innerhalb von Gebäuden Kunstobjekte vorhanden, die ich nicht ausfindig machen konnte. Begrüßenswert wäre es, von Besucher dieser Internetseite entsprechende Informationen zur Vervollständigung meines Beitrages zu erhalten.
Ich habe versucht, die Urheberrechte und den Datenschutz zu beachten. Sollten der Inhalt oder die Aufmachung dieser Seiten fremde Rechte oder gesetzliche Bestimmungen verletzen, so bitte ich um eine entsprechende Mitteilung.
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Informationen, etwaige Korrekturen und Verbesserungsvorschläge zu diesem Beitrag sind herzlich willkommen und werden dankbar angenommen.

H.Hedayati
Erlangen, Oktober 2007

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